Welpenschutz

Der sogenannte „Welpenschutz“ ist ein weit verbreiteter Begriff unter Hundehaltern. Darunter wird allgemein verstanden, dass ein Welpe, der zum Beispiel einem erwachsenen Hund begegnet, generell nicht von diesem angegangen oder gar verletzt wird. Viele Hundebesitzer machen sich deshalb keine Sorgen, wenn sie beim Spaziergang mit ihrem Welpen auf andere Hunde treffen und gehen davon aus, dass den Kleinen rein gar nichts passiert, da sie ja noch Welpenschutz genießen.

ABER VORSICHT: Welpenschutz gibt es nur im eigenen Rudel! Die Annahme, dass ein erwachsener Hund vermeintlich instinktiv spürt, dass es sich um einen jungen und schutzbedürftigen Hund handelt, der sich ihm gegenüber alle Narrenfreiheit herausnehmen darf, ist schlichtweg falsch. Es könnte sogar im Ernstfall für den Welpen lebensbedrohlich werden.

Begrenzter Welpenschutz im eigenen Rudel

Wissenschaftlern zu Folge, existiert der Welpenschutz, nur innerhalb der eigenen Hundefamilie (Vater, Mutter und Geschwister) – und das auch nur in den allerersten Lebenswochen.

Sobald ein Welpe mit ca. 8-12 Wochen in seine neue Familie zieht, ist des mit dem Schutz ohnehin vorbei.

Allerdings ist es möglich, dass sich ein erwachsener Hund gut mit dem Welpen versteht und sich scheinbar alles von ihm gefallen lässt, aber eine Garantie auf völlige Unversehrtheit gibt es nicht.

Häufig kommt es vor, dass vor allem unkastrierte, erwachsene Hündinnen fremden Welpen gegenüber nicht freundlich gesinnt sind. Doch auch Rüden oder kastrierte Hündinnen haben oft eine Ablehnung gegenüber distanzlosen Welpen, weshalb es durchaus vorkommen kann, dass ein Welpe von einem erwachsenen Hund attackiert wird. Passiert so ein Unfall, hat dies sehr traumatische Folgen für den Welpen und es wird Auswirkungen auf sein gesamtes späteres Hundeleben haben.

Konsequenzen für Hundehalter

Seien Sie vorsichtig, mit welchen Hunden Sie Ihren kleinen Schützling zusammenlassen. Fragen Sie andere Besitzer, ob sein Hund gut mit Welpen zu Recht kommt. Achten Sie darauf, dass Hundebegegnungen gerade im ersten Lebensjahr möglichst positiv verlaufen!